Im Jahr 2016


 


 


 


 

„Zwischen Rädern“ ist nun fast seit einem Jahr auf dem Buchmarkt und überall, wo es gelesen wird, sei es privat oder in Schulklassen findet es viel Zustimmung. 

Die Arbeitsgemeinschaft Jugend und Medien in der GEW (AJuM) bewertet es sogar als „sehr empfehlenswert“, was mich besonders freut. Danke für diese Beachtung!

Auch ich selbst bin im Lande unterwegs gewesen und habe von Tim und seinen Mitmenschen vorgelesen und diskutiert.
Vielfach stand und steht das Thema „Gemeinsam leben auch mit Behinderung“ im Vordergrund der Lesungen und Schreibwerkstätten.

 

Doch das letzte Jahr hat andere Schatten in unsere Welt gebracht.

Müde, ausgelaugte Flüchtlinge kamen und kommen.

Dunkle Schattenringe rahmen ihre Augen,

schwere Wolken wuchten über ihren Seelen, 

Terror klettet sich an, strahlt sprengend bis zu Sacré-Cœur und

trifft auch uns.

Im Sprachunterricht lerne ich manche näher kennen.

Zu Anfang können wir uns oft nur Blicke schenken, 

dann die Hände reichen und erst viel später, nach Übungen zu „Ö“, „Ü“, „Pf“, „Ch“, „s“, ...

und wie überhaupt sortiert und schreibt man diese vielen Lautzeichen: von oben nach unten oder von rechts nach links oder etwa diagonal gibt es ordnende Strukturen oderlöstundvermischtsichalles
Machen wir einfach mal einen Punkt und einen Strich

!Herzlich Willkommen!
Das gegenseitige Befragen, Antworten und Erzählen kommt mit der Zeit. 
Bedenken wir, wie lange es dauert, bis ein Baby mit uns sprechen kann. 

Da ist helfende Geduld in den kurzen Nächten der ersten Wochen und späteren regelmäßiger werdenden Monaten gefragt. Ich gebe Ruhe und auch das Schatzkorn der Sprache pflanze ich gern, eine gute Saat.

Die Geschichte von Tim Siebenkäs bietet ganz nebenbei zu der Flüchtlingssituation einen kleinen Ansatzpunkt, denn Tims Vorfahren haben auch eine Geschichte. Aber diese dürfen Sie, liebe Interessierte, sich gern selbst in meinem Buch erlesen.

Traurig und bedenklich stimmen mich in diesen Tagen Äußerungen der Art: „Wir schaffen das nicht, mauern wir!“  Meine Antwort dazu steht fest: 

Mauern sind der falsche Weg. Ich bin geprägt von dem, was unsere Vorfahren angelegt haben, da war ein Goethe „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“,

ein Beethoven mit seiner Ode an die Freude,

ein Raiffeisen „Was einer allein nicht schafft, vermögen viele“ 

und dazu auch die modernen Frauen 

Rosa Luxemburg,

Elisabeth Schwarzhaupt,

Hildegard Hamm-Brücher, ...

Sie alle sind heute nur Schatten der Vergangenheit, aber doch lebendig in mir,

sie sprechen, bestärken mich darin, immer die Nächsten zu respektieren, ihnen, uns und auch mir die Wege offen zu halten, um gemeinsam auf dieser einen Welt zu wandeln für jedes MENSCHENRECHT. 


So schreibe, lese und unterrichte ich weiter. 


 



 


 


 

Jahr 2015


 

Buchpremiere von „Zwischen Rädern“ am 5. Juni 2015 im Spieker in Vechta-Langförden 


 

© Edgar Kabbe


 


 


 


 

Am 31. Mai 2015 wird mein neues Kinder- und Jugendbuch im Geest-Verlag erscheinen. Vorbestellungen bitte direkt beim Verlag oder per Email auch gerne an mich.

Hier schon mal vorab das Cover:


 


 


 

Jahr 2014


 

Die Mitternachtslesung im LUDWIG MUSEUM KOBLENZ war ein Höhepunkt in meinem Lesesommer 2014. Ich durfte mich einlassen in die Welt eines Malers, seinen Weg vom Figürlichen zum Abstrakten beobachten durch die Ausstellung von Sean Scullys Werken in Koblenz.

Das inspirierte zu Gedanken und Wortspielen. Allein das Wort ´Streifen` kann in unserer Sprache so viele Assoziationen oder Bedeutungen tragen: Polizei, Kleber, wandern, .. machen Sie sich selbst Gedanken, spielen mal mit Worten! Manchmal fallen dann Schleier, entdecken uns den Blick auf das, was gesagt, geschrieben oder berichtet wird und vor allem auf das, was ist.


 

Sonja Hauertmann vor einem Bildausschnitt von Sean Scully im Ludwig Museum Koblenz Foto: © Katharina Arimont

 

Mein Wortspiel zu Bild „Horizontal Soul“ von Sean Scully 2014

 

Streifen nadeln.
            Nadeln Streifen?

Streifen kleben.
            Kleben Streifen?
Streifen teilen.

            Teilen Streifen?
Streifen streiten.
            Streiten Streifen?
Streifen streiken.
            Streiken Streifen?

Grünen Streifen? Uferstreifen grünen.

Streifen schleifen.
            Schleifen Streifen?
Streifen bleiben.
            Bleiben Streifen?
Streifen treiben.
            Treiben Streifen?
Streifen schweifen.
            Schweifen Streifen?

            Gasen Streifen?
oben 
am Himmelszelt
unten 
Gazastreifen
Nagel im Fleisch der Welt


 

Das Bild selbst können Sie im LUDWIG MUSEUM KOBLENZ noch bis Mitte November selbst ansehen.


 

Foto mit freundlicher Erlaubnis © U. Kugler


 

Lesen ist im Herbst und Winter beliebt. Ich freue mich, für Sie lesen zu dürfen, natürlich immer wieder gern in Schulen, wo das Märchen ,,Als das Nashorn Schnupfen hatte" besonders beliebt ist. Die Zeitschrift Schrot & Korn empfahl in ihrer Märzausgabe dies Buch.


 

Ein Dauerbrenner ist auch die Geschichte vom Oberfeuerwerker. In die Erzählung von "Benno und Friedrich Wilhelm Raiffeisen" ist die Biographie F.W. Raiffeisens eingebettet. Der vom Skateboarden begeisterte kleine Benno erfährt, wie im 19. Jahrhundert die Idee zur Selbsthilfe und Selbstverantwortung in Deutschland aufkam. Er erkennt für sich, im 21. Jahrhundert ist diese Idee weiterhin sinnvoll und tauglich nutzbar.     

Weltweit wird diese Erkenntnis geteilt und so befindet sich die Genossenschaftsidee von Raiffeisen und Schulze-Delitsch im Aufnahmeverfahren als „Immaterielles Kulturerbe der UNESCO“. 

Das freut mich, denn wie Benno denke ich:

„Dieser Oberfeuerwerker Raiffeisen hatte echt starke Ideen. Die gelten auch noch heute!“

Mein Tipp: Weitergehende Information finden Sie durch einen Besuch im Raiffeisenhaus in Flammersfeld.

 

Foto mit freundlicher Erlaubnis © P. Koßmann